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praktische Fütterung |
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unsere Methode: |
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Bevor wir nun beschreiben, wie wir unser Hundefutter immer zubereiten, möchten wir zunächst einmal aufzählen, was der Hund alles so zu fressen kriegt:
Eine selbst zubereitete Portion Hundefutter besteht immer aus mindestens fünf Teilen, die gut miteinander vermischt werden:
Teil 1: die proteinreiche Komponente Teil 2: die kohlenhydratreiche Komponente Teil 3: Gemüse Teil 4: Öl oder Fett Teil 5: Wasser
Und eventuell Teil 6: Zusätze (Vitamin/Mineralstoffpräparat, Kalk, Leinsamen, Weizenkleie etc.)
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Teil 1: die proteinreiche Komponente |
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Diese Futtermittel werden am besten in würfelgrosse Stückchen geschnitten.
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Fisch: kann roh oder gegart gefüttert werden. Gefährliche Gräten eventuell entfernen
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Fleisch: rohes Muskelfleisch und Herz von Rind, Schaf, Ziege, Wild, Pferd, Kaninchen und Geflügel. Schweinefleisch hingegen immer nur gut durchgegart verfüttern!!
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Hier gab es mal günstiges Rinderhackfleisch.
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Leber: Schadstoffbelastung ist keine Gefahr, trotzdem nur begrenzt füttern, da zuviel Leber zu Durchfall führt.
Mägen: Vormägen (Pansen, Blättermagen, Haube) und Schweinemägen. Mägen haben eine schlechtere Eiweissqualität als Muskelfleisch, deshalb in geringer Menge verfüttern.
Schlachtabfälle: Beherbergen immer eine gewisse Parasitengefahr, deshalb eventuell kochen. Nur in geringen Mengen verfüttern, da ihr minderwertiges Eiweiss zu Durchfall und übel riechendem Kot führt.
Milch/Käse: Die Laktose in der Milch ist für erwachsene Tiere schwer verdaulich und führt zu Durchfall. Quark enthält weniger Laktose, ist also besser geeignet, Käse ist unbegrenzt einsetzbar.
Ei: am besten gekocht, weil Eiklar nie roh verfüttert werden soll (Vitaminhemmer); Eier im Futter ergeben ein schönes Fell!
Wurst: nur als Belohnung einsetzen, da sie kaum Mineralien und Vitamine enthält. Vorsicht: immer Plastikhülle und Metallklammer entfernen |
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Teil 2: die kohlenhydratreiche Komponente |
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Nudeln, gekocht: am besten Vollkornnudeln, möglichst kleine Formen wählen.
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Reis, gekocht: am besten ungeschälten Reis verwenden.
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Kartoffeln: möglichst ungeschält und nur gekocht und zerkleinert. Das Kochwasser nie verwenden!
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Getreide: nur gekocht (1 Min. reicht bei Flocken), immer geschrotet oder gequetscht. Haferflocken sind am besten geeignet, Roggen und Hirse werden nicht unbedingt gefressen. Wir nehmen gerne die hier üblichen 5-Kornflocken, aber auch schon mal Bulgur oder Couscous, wenn gerade vorhanden!
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Teil 3: Gemüse (und Obst) |
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Gemüse: sehr fein zerkleinern oder im Mixer pürieren. Kohlrabi, Salat, Kohl, Spinat, Mangold,Petersilie, Tomaten, Sellerie, Karotten, Zucchini, Gurken, milde Paprika, Auberginen, Fenchel, Kürbis, rote Beete… sind alles geeignete Gemüse. Kleine Mengen Gemüse dürfen auch roh gegeben werden, am besten wird es aber schonend gekocht (z.B. Dampfkocher), Blattgemüse sollte nur heiss überbrüht werden.
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Obst: roh und nur in kleinen Mengen, da sonst Fehlgärungen auftreten können, Hunde fressen besonders gerne Beeren und Äpfel. Bananen müssen immer gedämpft oder gebacken werden. Ein paar Nüsse dürfen gefüttert werden, Mandeln und Rosinen soll der Hund nicht fressen.
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Teil 4: Öl oder Fett |
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Fette / Öle: geeignet sind Soja-, Maiskeim-, Lein-, Sonnenblumen- und Olivenöl und Schweineschmalz. Öl/Fett-Zusätze immer wieder wechseln, da ihr Einfluss auf den Stoffwechsel unterschiedlich ist. |
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Teil 5: Wasser |
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Der Ration wird nur soviel Wasser beigemischt (im Idealfall das Kochwasser des Gemüses) dass die Konsistenz weich aber nicht breiig wird. Ausserdem wird dem Hund immer sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt. |
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Teil 6: Zusätze |
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Vitaminisierte Mineralstoffpräparate: gibt’s im Fachhandel oder beim Tierarzt
Futterkalk: nur bei Ca-Mangel in der Ration. Kohlensaurer Futterkalk oder gemahlene Eierschalen ( enthält beides je 37% reines Ca).
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So werden die getrockneten (auf der Küchenheizung ;-)) Eierschalen bei uns gemahlen!
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Leinsamen: nur geschrotet oder gequetscht und kurz aufgekocht. Kann Verdauungsstörungen vorbeugen.
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Weizenkeimöl: bei Vitamin E-Mangel in der Ration.
Weizenkleie: bei Vitamin E-Mangel und zur Rohfaserergänzung. Zu wenig Rohfaser im Futter führt zu übel riechendem Kot.
Salz: zur Natriumergänzung: 10 g Salz enthält 3,8g Na.
Knochen: mehr als 10g/kg Körpermasse kann zu Verstopfung führen. Möglichst rohe Knochen von sehr jungen Tieren (Kalb, Lamm) verwenden.
Was der Hund nicht fressen sollte:
- Brot (Fehlgärungen möglich, Durchfall) - viel Knoblauch (Geruch. Es stimmt nicht, dass Knoblauch vor Würmern schützt.) - Zwiebeln - weisser Zucker (wenn Zucker, dann Rohrzucker) - viel Obst (Durchfall) - rohe Bananen - rohe Kartoffeln - rohes Getreide - grössere Mengen Erbsen, Bohnen, Soja, und andere Hülsenfrüchte. Kleinere Mengen sind erlaubt, aber immer gut kochen! - Mandeln, Rosinen, Korinthen etc. - Kochwasser von Kartoffeln (enthält Schadstoffe) - Schlachtabfälle (auch Haut und Ohren…, da schwer verdaulich, führt zu übel riechendem Kot) - Pilze (schwer verdaulich, mögen viele Hunde nicht) |
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Nun aber zur Methode selbst! |
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Obwohl es ehrlich Spass macht (auch nach 5 Jahren noch!!) dem Hund das Futter selbst zuzubereiten.... so müssen wir doch angesichts des grossen Haushalts und zusätzlichen Berufstätigkeit den Aufwand so gering wie möglich halten. Wir machen deshalb nur 2 mal im Monat Hundefutter und frieren dieses dann in Halbtagesportionen ein. Es spricht aber natürlich überhaupt nichts dagegen, dem Hund das Futter täglich frisch zu machen, der freundliche Blick, mit dem der "Bekochte" einem dabei in der Küche Gesellschaft leistet....., wird jede Mühe belohnen: |
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Man nehme..... also zunächst einmal das Fleisch/Fisch. Das könnte ein grosses Stück Rindfleisch sein, oder aber Gehacktes, oder das Fleisch von 1-2 Hühnchen vielleicht mit einen Stück Leber kombiniert, oder vielleicht Reststücke Stallhasenfleisch von unserer Nachbarin, oder eine Packung Tiefkühlfisch, oder was Selbstgeangeltes........ Am besten ist es, wenn man sich das Fleisch direkt beim Schlachthof abholen kann oder einen Hundefreund zum Metzger hat. Wir haben das Glück hier in der Nähe einen Bauernhof mit eigener Schlachtung zu haben; dort wird uns Muskelfleisch in geeigneter Menge vacuumverpackt und günstig abgegeben. Auch Herz, Leber und Knochen und manchmal ein Stück Rindermagen kann man dort frisch bekommen; andere Schlachtabfälle füttern wir nicht.
Ich werde hier sehr vorsichtig sein mit Mengenangaben, denn wieviel jeder Hund genau fressen muss, kann man nur durch Ausprobieren herausfinden!!!! Happy gehört mit 18 kg zu den sehr zarten Entlebuchern, ein kräftiger Rüde mit 30 kg Gewicht braucht ganz andere Mengen!!! Wenn der Hund die richtige Menge Futter bekommt, ist er fit und schlank (also nicht mager und nicht dick; man kann seine Rippen fühlen, aber nicht sehen, und von oben betrachtet hat der Hund eine leichte Einschnürung zwischen Rippen und Schwanzansatz).
Unsere Rationen enthalten 25-33% Fleisch, das sind bei Happy grob gerechnet etwa 200-250g Fleisch pro Tag. Mache ich also Futter für 14 Tage brauche ich so um die 3 kg Fleisch. Dieses wird bei uns -wenn immer möglich- roh gegeben. Wenn ich aussnahmsweise einmal gebratene Hähnchen oder gegartes Schweinefleisch zum Verfüttern habe, schneide ich wenigstens ein Stück rohe Leber oder Rindermagen dazu.
(In rohem Fleisch sind für den Hund lebenswichtige Stoffe enthalten, die beim Erhitzen zerfallen und wirkungslos werden. Würde man immer gegartes Fleisch verfüttern, müsste man diese Soffe in der Apotheke in Pulverform kaufen und unter das Futter mischen.)
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Hier gab es mal gebratene Hähnchen für Happy.
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Während man das Fleisch/den Fisch klein schneidet, gart schon das Gemüse.
Oft beginne ich mit einer Sellerieknolle und ein paar Karotten und füge dann noch hinzu, was ich so im Kühlschrank finde: ein Stückchen Salatgurke, Zucchini und ein paar Tomaten. Sollte gerade überhaupt nichts zur Hand sein, kann man sich durchaus auch mal mit tiefgekühltem Spinat (aber nur "nature"!) oder Dosen-Tomaten behelfen. Frisches Gemüse ist aber natürlich immer zu bevorzugen; zum Glück haben wir dieses im Sommer à gogo aus dem Garten! Uebrigens frisst Happy ganz besonders gern Kürbis und Kohlrabi. Blattgemüse braucht man nur kurz in kochendes Wasser zu tauchen, die anderen Sorten werden je nach Beschaffenheit 3 bis 10 Minuten gekocht. Wie für uns Menschen sollten sie noch "Biss" haben und nicht "totgekocht" sein. Mengenmässig rechne ich etwa gleichviel Gemüse wie Fleisch. Wobei ich zugeben muss, nur in den allerseltesten Fällen eine Waage zu benutzen, hier wird alles "über den Daumen gepeilt"; schliesslich wiege ich die Zutaten für das Essen meiner Kinder auch nicht auf der Waage ab!
Das Gemüse kommt sofort zum Pürieren in den Mixer, das Kochwasser wird aufgehoben um später eventuell die Gesamtmasse etwas flüssiger zu machen. |
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Als nächstes wird der schon gekochte Vollkornreis (zum Beispiel!! Es könnten auch Getreideflocken, Kartoffeln oder Nudeln sein) unter den Gemüsebrei gemischt. Hier ist die (gekochte) Menge wiederum die gleiche wie die des Fleisches oder des Gemüses, so dass man insgesamt etwa auf 1/3:1/3:1/3 kommt. Wenn diese Mischung abgekühlt ist, rührt man das Fleisch oder den Fisch darunter und fügt soviel von dem Gemüsewasser hinzu, dass die Konsistenz ungefähr die eines Risottos ist. Jetzt kann man je nach Bedarf noch Kalk (gemahlenen Eierschalen, für 14 Tage rechne ich etwa mit 1-2 Esslöffeln) untermischen. |
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Vitaminpillen (gibt's zum Beispiel von Vitakraft im Handel, halte ich persönlich aber nicht unbedingt für notwendig) oder andere Futtermittelzusätze wären auch möglich. Ganz zum Schuss kommt das Oel. Das ist ein gehöriger Schluck, denn wenn man einen Esslöffel pro Tag zufügen möchte, sind das bei unseren Mengen schon 14 Esslöffel.
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Da wir Happy 2x am Tag füttern, wird nun die Mischung in lauter kleine Gefrierschalen zu 350-400g eingefüllt. Aber nochmals: Ihr Entlebucher wird mehr brauchen!!!! Happy ist aus einer sehr leichtgewichtigen Zucht-Linie!
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Die Schälchen werden dann eingefroren und jeweils 12 Std. vor der Fütterung aus dem Gefrierschrank genommen und bei Zimmertemperatur verfüttert.
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Natürlich bekommt unser Hund neben seinem normalen Futter stets frisches Wasser angeboten. Ausserdem erhält er zur Pflege seiner Zähne, zur Beschäftigung und zum Decken des Mineralstoffbedarfs frische Knochen vom Metzger zum Knabbern. Nebenbei gibt es als Belohnung Leckerlis oder Stückchen Hartkäse. Für ein besonders schönes Fell gibt es immer mal wieder ein rohes Eigelb unter das Futter gemischt.
Ein jeder von uns weiss, dass nicht ein ganzes Hundeleben lang das gleiche Futter gefüttert werden kann. Nicht nur, dass es Hund und Mensch Freude macht, wenn Abwechslung auf dem Speiseplan steht (und bei unserer Futtermethode wechselt die Zusammensetzung ja alle 14 Tage), sondern auch die Ansprüche ändern sich.
So wie hier oben beschrieben, genügt dieses Futter dem jungen erwachsenen Hund.
Ich rechne damit, dass Happy etwa ab 7 oder 8 Jahren ein "älterer erwachsener Hund" wird und vielleicht mit 11 Jahre ein "alter Hund". Früher war sie ein Welpe und dann ein Junghund. Für jeden dieser Abschnitte berechne ich die Zusammensetzung neu. Wobei ich aber, wie oben erwähnt, nicht akribisch jedes Gramm oder gar Millligramm berücksichtige.... dennoch aber versuche im Grossen und Ganzen den Ansprüchen gerecht zu werden. Im Moment ist das einfach, denn mit der 1/3:1/3:1/3-Regel kommt es ganz gut hin...., aber im ersten Lebensjahr musste die Ration jeden Monat neu angepasst werden. Möchte man das richtig machen, kommt man um das Studieren von Futtermitteltabellen nicht herum. Zunächst einmal betrachtet man den genauen Bedarf des Hundes in einem gewissen Alter oder in einem gewissen Wachstumsstadium....., dann setzt man das Futter so zusammen, bis diesen Ansprüchen genügt wird. Es würde den Rahmen dieser HP sprengen, das hier in allen Einzelheiten wiederzugeben, aber grobe Richtwerte (mit denen man aber schon gute Ergebnisse erzielen kann) finden sich auf der Seite "Ernährungstabellen".
Zum Abschluss sein nochmals gesagt, dass diese Fütterungsmethode vielleicht nicht einfach wiederzugeben ist....., das Zubereiten ist aber ganz leicht!!! Ausserdem ist sie natürlich, gesund und (bei guten Quellen) sehr kostengünstig. |
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