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Fütterung

Ueberlegungen

In den letzten Monaten bin ich so häufig auf Happys Hundefutter (bzw. die Zubereitungsmethode), angesprochen worden, dass ich ihm nun eine Seite auf dieser HP einrichten möchte.
Vorweg sei gesagt, dass ich jede Art der Hundefütterung gut finde, die den Hund gesund und glücklich wachsen und leben lässt, und die auch seinen Ernährer zufrieden stellt!!

Es gibt heute so perfekt zusammengestellte Fertigfutter, dass man wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben braucht, wenn man seinem Hund das Fressen nicht selbst zubereitet. Sollte man sich aber für’s „Selbermachen“ entscheiden, sei es aus Freude an der Zubereitung, aus praktischen Gründen oder aus einer Notsituation heraus (Unverträglichkeiten von Hundefertigfutter), dann hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann seinen Hund „barfen“ (=spezielle Rohfütterung; Info dazu gibt es im Internet und in Büchern), man kann seinen Hund mit Abfällen aus dem eigenen Haushalt füttern oder man kann seinem Hund ganz gezielt seine eigenen und auf ihn abgestimmten Rationen zubereiten, wobei die Zutaten roh belassen oder gekocht werden.

Unsere Happy wird seit dem Welpenalter nach dieser letzterwähnten Methode gefüttert, und wer sich jetzt sofort die Einzelheiten dazu anschauen möchte, der klicke bitte hier.

Wir haben unserem Hund von Anfang an das Futter selbst zubereitet, weil wir einerseits über einen wissenschaftlichen Hintergrund verfügen und Spass daran haben eigene Rationen zusammenzustellen, aber andererseits auch, weil uns das kommerzielle Futter durch seinen Geruch und seine Beschaffenheit abstösst. Ausserdem bekam unsere Happy schon von dem Welpenfutter, das ihre Züchter uns mitgaben, schreckliche Blähungen.

Meine Grossmutter hat ihre Hunde immer mit „Haushaltsabfällen“ gefüttert, und niemals würde ich über ihre Methode die Nase rümpfen, denn sämtliche Hunde sind gesund und kräftig sehr alt geworden!

Allerdings muss man das Wort „Abfälle“ schon genauer analysieren, denn sie bekamen zwar einerseits wirklich die Reste von den Tellern gekratzt, anderseits fiel aber auch im Sommer viel frisches Gemüse im Garten an, das auch für sie zubereitet wurde, es gab eigene Eier im Überfluss, ihnen wurde Dickmilch und Frischkäse gegeben, und die Freundschaft zum Dorfmetzger bescherte regelmässig schöne Fleisch-„Abfälle“. Als Sahnehäubchen obendrauf…. gab es noch frische Mäuse zum Selbstfangen in den Ställen.

Das ist eine Zusammenstellung, die wir unserer Hündin heute nicht mehr bieten können. Wohl auch deshalb war der Gedanke naheliegend ihr was Ähnliches bedarfsgerecht und vielleicht etwas gezielter zuzubereiten.

Und warum nicht barfen? Das werden wir sehr oft gefragt, ist diese Methode doch sehr aktuell und natürlich. Was wir machen, kommt dem Barfen sicherlich auch schon ziemlich nahe, denn auch wir füttern das Fleisch roh, geben gerne Knochen und stimmen die Ernährung auf das Alter und den Zustand unseres Hundes ab. Wir kennen inzwischen auch sehr viele Hunde, denen das „barfen“ ganz prima bekommt, ja bei denen sogar die verschiedensten Probleme durch die Futterumstellung völlig beseitigt werden konnten. Ich bin einerseits überzeugt davon, dass es sich hier wirklich um eine artgerechte Ernährung handelt, andererseits frage ich mich manchmal, ob sie auch langfristig dem Hund wirklich nur gut tut. Was mich ein bisschen skeptisch macht, ist der sehr hohe Proteinanteil in den Rationen sowie die geringe Verdaulichkeit und Akzeptanz von rohem Gemüse. Die eventuellen Auswirkungen davon werden sich erst viel später zeigen.

Bei unserer Methode macht das Fleisch nur etwa ein Drittel der Ration aus; es wird aber darauf geachtet, dass es sich um das Fleisch handelt, das dem Hund seine für ihn essentiellen Nährstoffe liefert. Das Gemüse wird leicht „vorverdaut“, in dem es je nach Sorte gedünstet, blanchiert oder gekocht wird. Genaueres dazu unter „praktische Fütterung". Auf den ersten Blick mag das Zubereiten vielleicht kompliziert erscheinen, aber das liegt nur daran, dass es nicht ganz einfach ist die Methode zu beschreiben! Das „Machen“ erfordert nur wenige Arbeitsminuten in der Küche, die man bald ganz selbstverständlich und ohne jede Mühe erledigt. Ob es nun wirklich die aller-idealste Art ist, den Hund zu füttern….............., weiss ich natürlich auch nicht!! Dazu fehlt einfach noch die Erfahrung. Unser Entlebucher ist nämlich jetzt erst 5 Jahre alt, aber kerngesund, topfit, energiegeladen, freundlich und zufrieden und hat ein wunderschönes hochglänzendes dichtes und immer sauberes Fell, saubere weisse Zähne und praktisch keinen Hundegeruch. Er hat nie Durchfall (kann aber auf einen grossen Knochen mit leichter Verstopfung reagieren)und muss nie erbrechen. Die Häufchen sind fest, geruchsarm und immer sehr leicht mit den Hundesäckchen aufzunehmen, wo das nötig ist. Und diese Kriterien entsprechen schon weitgehend den Grundregeln der Hundefütterung, die ich hier mal als Übergang zur praktischen Hundefütterung abdrucke:

Grundregeln der Hundefütterung:

-
Ein bedarfsgerecht gefütterter Hund hat ein lebhaftes Verhalten, ein glänzendes Fell, keine übermässige Schuppenbildung und ein konstantes, der Rasse angemessenes Gewicht.
- Die normale Kotfrequenz des Hundes ist ein- bis zweimal am Tag.
- Die normale Kotkonsistenz ist fest.
- Der Hund wird ein- oder zweimal pro Tag zu festen Zeiten gefüttert.
- Keine „Fastentage“ abhalten, diese sind ernährungsphysiologisch gesehen absolut unsinnig!
- Das Futter sollte Zimmer- oder Körpertemperatur haben. Nie kaltes oder gar gefrorenes Futter anbieten.
- Futter, das nach 30 Minuten nicht gefressen ist, entfernen.
- Futterzusammenstellung variieren um das Risiko einer einseitigen Versorgung gering zu halten.
- Bei der Rationsberechnung dürfen Überschüsse entstehen (ein Zuviel an einigen Inhaltsstoffen), aber keine Defizite.
- Durch Kochen und Lagerung des Futters entstehen 15-30% Vitaminverlust, der mitberechnet werden muss.
- Sollte der Hund wegen einer besonderen Beanspruchung besonders viel Energie benötigen (Schlittenhunde, extrem lange Wanderungen…), eher fettreiche (fettes Fleisch, Fette, Öle) als kohlenhydratreiche Komponenten füttern, da dem Hund die Energie aus solchem Futter besonders schnell zur Verfügung steht.
- Kot von Wiederkäuern und Pferden darf vom Hund gefressen werden, Kot von Katzen, Hunden und Füchsen nicht (Parasiten-Übertragung!)



Zur praktischen Fütterung geht es hier!